From Doj WIKI

Grundlagenpapier Offene Arbeit mit Kindern[edit | edit source]

Herausgeber: DOJ/AFAJ

Erstveröffentlichung: August 2021

Cover Grundlagenpapier Offene Arbeit mit Kindern, DOJ 2021

Letzte Aktualisierung: 2021-09-09
PDF herunterladen

Die vorliegende Publikation bietet einen fachlich fundierten Orientierungsrahmen für die Offene Arbeit mit Kindern. Sie stellt Fachpersonen, politischen Entscheidungsträger*innen und Zuständigen in Gemeindeverwaltungen eine Grundlage für die professionelle Offenen Arbeit mit Kindern zur Verfügung und trägt damit zum Dialog zwischen den Akteur*innen bei. Die Publikation ist als Ergänzung zur Publikation «Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Schweiz. Grundlagen für Entscheidungsträger*innen und Fachpersonen» des DOJ zu verstehen.

Die Lebens- und Entwicklungsbedingungen für Kinder sind abhängig vom unmittelbaren sozialen Umfeld sowie den gesellschaftlichen Gegebenheiten und verändern sich ständig. Empirische Befunde zeigen, dass die Kindheit heute oft von Verplanung und Termindichte geprägt ist, wodurch die zeitlichen Freiräume für Erholung und das selbstbestimmte, freie Spiel mehr und mehr verloren gehen. Zugleich gibt es Kinder, welche in der Freizeit sehr eigenständig mit wenig Begleitung durch Bezugspersonen unterwegs sind. Dazu kommt seit Ende des 20. Jahrhunderts ein Trend der «Entstrasslichung» des Kinderspiels. Die Strassen sind wegen der grossen Verkehrsdichte nicht mehr fürs Spielen geeignet. Für Kinder ist es schwieriger geworden, sich in ihrem Wohnumfeld selbständig und unbeaufsichtigt zu bewegen, zu spielen oder andere Kinder zu treffen. Aufgrund dieser veränderten Lebens- und Entwicklungsbedingungen für Kinder, kommt der Offenen Arbeit mit Kindern eine besondere Bedeutung zu. Ihre Angebote schaffen Freiräume und Rahmenbedingungen, in denen Kinder spezifische Bedürfnisse selbstbestimmt, partizipativ und eigenverantwortlich wahrnehmen und ihren Interessen nachgehen oder neue entdecken können.

Die Offene Arbeit mit Kindern ist ein relativ neues Handlungsfeld, welches sich seit einigen Jahren in der Schweiz stark entwickelt. Die vorliegende Publikation soll eine Basis für eine gemeinsame Diskussion und Weiterentwicklung dieses Handlungsfelds bieten, im Wissen darum, dass die Praxis ein heterogenes Feld ist, in welchem es auch Unterschiede im Verständnis und der Gewichtung der Haltungen und Prinzipien gibt.

Offene Arbeit mit Kindern[edit | edit source]

Die Offene Arbeit mit Kindern (OAK) ist ein Teil der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und damit ein Arbeitsfeld der professionellen Sozialen Arbeit mit einem sozialpolitischen, pädagogischen und soziokulturellen Auftrag. Die Mitarbeiter*innen verfügen über eine Ausbildung im sozialen Bereich (z. B. Soziokulturelle Animation, Sozialpädagogik Sozialarbeit, usw.).

Die OAK versteht sich als wichtige Akteurin der ausserschulischen Bildung. Sie begleitet, unterstützt und fördert Kinder im Rahmen von Beziehungsarbeit auf dem Weg zur Selbständigkeit. Ihre Angebote schaffen Freiräume, in denen Kinder spezifische Bedürfnisse selbstbestimmt, partizipativ und eigenverantwortlich wahrnehmen und ihren Interessen nachgehen oder neue entdecken können.

Die OAK setzt sich dafür ein, dass Kinder im Gemeinwesen sozial, kulturell und politisch integriert sind. Sie unterstützt die Kinder dabei, aktiv an gesellschaftlichen Prozessen mitzuwirken und initiiert Strukturen und Gefässe für Kinderpartizipation.

Die OAK bietet niederschwellige, bedürfnisgerechte Angebote in den Bereichen Freizeit, Bildung und Erholung. Zudem erhalten die Kinder Informationen zu spezifischen Themen ihrer Lebensphase. Im Zentrum stehen Spiel-, Erlebnis-, Begegnungs- und Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb des Gemeinwesens.

Die OAK bietet weiter eine niederschwellige Anlaufstelle für Kinder und deren Bezugspersonen. Die Angebote sind räumlich und sozial offen, das heisst für alle frei und in der Regel unentgeltlich zugänglich. Die OAK ist vernetzt mit Akteur*innen der Kinder- und Jugendförderung und vermittelt als Triagestelle spezifische Hilfsangebote.

Zielgruppe[edit | edit source]

Die direkte Zielgruppe der OAK umfasst das mittlere und späte Kindesalter, das heisst ungefähr von 5- bis 11-jährig.

Weitere Anspruchsgruppen sind die Eltern und Bezugspersonen der Zielgruppe, Auftraggebende (z. B. Gemeinden), die Schule sowie weitere Akteur*innen der Kinder- und Jugendförderung.

Ziele[edit | edit source]

Die OAK nimmt Kinder als Expert*innen ihrer eigenen Lebenswelt ernst. Kinder sind eigenständige Persönlichkeiten, die gemäss UN-Kinderrechtskonvention das Recht haben, als solche behandelt zu werden. Dies bedeutet nebst freier Meinungsäusserung und selbstbestimmtem Handeln auch das Erlangen von sozialen Kompetenzen für die gesellschaftliche Teilhabe. Kinder brauchen dafür Gelegenheiten, um zu lernen an Aushandlungsprozessen teilzuhaben, mitzubestimmen, für ihre Rechte einzustehen und Verantwortung zu übernehmen. Die OAK begleitet Kinder dabei und bietet dafür ein geeignetes, anregendes Lernfeld.

Die OAK hat als Kernziele, die Lebensqualität von Kindern an ihrem Wohnort zu steigern sowie deren Bezugssysteme zu erweitern.

Soziale Ebene

Die OAK

  • befähigt Kinder sich für ihre Wünsche und Bedürfnisse einzusetzen und verschafft ihnen Gelegenheiten Verantwortung zu übernehmen und mitzubestimmen.
  • ermöglicht Kindern selbstgestalteten Kontakt zu Kindern und Erwachsenen und befähigt sie, sich flexibel in einem neuen Umfeld, einer neuen Gruppe und veränderten Lebensumständen zu orientieren und zu positionieren.
  • bietet Kindern Einblicke in andere Lebensformen und -stile und fördert ihre soziale und kulturelle Integration.
  • fördert die gesunde und gelingende Entwicklung von Kindern, stärkt ihre Resilienz und allgemein ihre psychische und körperliche Gesundheit.
  • leistet durch Früherkennung, Prävention und Triage einen Beitrag zur Vorbeugung vor und Besserung bei problematischen Entwicklungen von einzelnen Kindern und Gruppen.
  • bietet Kindern ausserhalb von Familie und Schule vielfältige Lernfelder und Freiräume sowie selbstgewählte Erfahrungsmöglichkeiten. Dies fördert die motorische und geistige Entwicklung sowie die Kreativität und stärkt Selbstvertrauen, Selbständigkeit, Eigeninitiative und Gemeinschaftssinn.
  • schafft Raum für Spiel, Spass und Sein (chillen).

Strukturelle Ebene

Die OAK

  • ermöglicht Kindern Mitsprache, Beteiligung und Mitgestaltung an Prozessen im Gemeinwesen und übersetzt deren Prozesse in kindergerechte Sprache.
  • setzt sich für eine kinderfreundliche Raumentwicklung sowie die Erschliessung und den Erhalt von Spiel- und Freiräumen im Gemeinwesen ein.
  • engagiert sich für die Interessen der Kinder im Gemeinwesen im Allgemeinen und leistet, wenn nötig «Übersetzungsarbeit».

Voraussetzungen für eine gelingende Praxis[edit | edit source]

Die fachliche Basis der OAK bilden die Grundprinzipien (DOJ 2018, Kap. 5.1 und 5.2) der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Offenheit, Freiwilligkeit, Bildung, Partizipation, Niederschwelligkeit und lebensweltliche Orientierung sowie die Arbeitsprinzipien Ressourcenorientierung, Bedürfnisorientierung, geschlechterreflektierter Umgang und reflektierter Umgang mit kulturellen Identifikationen. Dazu gehören weiter die in der Grundlagenbroschüre des DOJ beschriebenen Tätigkeitsbereiche der OKJA (DOJ 2018, Kap. 6). Ergänzend sind hier wichtige Voraussetzungen beschrieben, die Angebote für Kinder passend und zugänglich machen. Die fachlichen Grundlagen lassen sich aus den Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie ableiten. Der im Literaturverzeichnis verlinkte Text «Kinder in der Offenen Arbeit aus entwicklungspsychologischer Sicht – Entwicklungsbedürfnisse, Bildungsprozesse und Partizipation» von Sabine Brunner (2020) bietet dazu einen guten Überblick.

Methoden: dem Entwicklungsstand angepasst

Die Kindheit ist geprägt von grossen Entwicklungsschritten. Dies bedingt, dass mit den Jüngsten anders gearbeitet wird als mit den Ältesten. Entscheidend ist nicht das biologische Alter, sondern der Entwicklungstand eines Kindes. Die Arbeit erfordert deshalb eine professionelle Methodenvielfalt. Dabei ist es wichtig, sich aufmerksam damit auseinanderzusetzen, welche Fähigkeiten und Anliegen die Kinder mitbringen und welche Ziele erreicht werden sollen.

Spielen: freies Spiel als Basis

Für ihre psychische Gesundheit benötigen Kinder Selbsttätigkeit und Fröhlichkeit. Dies gelingt im gemeinsamen, selbstgesteuerten freien Spiel besonders gut. Dafür brauchen Kinder Spiel- und Freiraum. Spiel als gemeinsame oder individuelle Lebenserfahrung abseits von Leistungsdruck und Konsumorientierung. Das freie Spiel, respektive die Gestaltung eines Angebots, welches dieses ermöglicht, ist die Basis der OAK. Sie stellt den Kindern Raum zur Verfügung,fördert die Raumaneignung durch sie und begleitet sie dabei.

Partizipation: angepasst an Tätigkeit, Alter und Persönlichkeit

Partizipation beschreibt im Kontext der OAK eine Haltung der Fachpersonen. Diese kommt zum Tragen bei der Ausgestaltung der aktiven Beteiligung der Kinder sowie der Mitwirkungs- und Mitbestimmungsprozesse. Dabei ist zentral, dass die Kinder einen Freiraum erhalten, in dem sie autonom handeln und eigene Entscheidungen treffen können. Dieser Raum sollte je nach Tätigkeit, Alter und Persönlichkeit des Kindes passend gestaltet sein, sodass das Kind mit der Situation nicht überfordert wird. Die Aufgabe der OAK ist es, den Rahmen, die Möglichkeiten und die Grenzen des jeweiligen Handlungsraums für das Kind, beziehungsweise für eine Kindergruppe immer wieder auszuloten, anzupassen und transparent zu machen.

Damit Partizipation möglich wird, ist Dialog auf Augenhöhe eine Grundvoraussetzung. Partizipation wird selbstverständlich im Alltag mit den Kindern gelebt.

Raum: Innen- und Aussenräume

Die OAK findet in verschiedenen Formen und an verschiedenen Orten statt. Beispielsweise: Kindertreff, aufsuchende und mobile Angebote, Kinderbaustellen oder Robinsonspielplätze. Je nach Angebot sollten entsprechende Räume zur Verfügung stehen. Für die OAK optimal ist ein Raumangebot, mit Innen- und Aussenbereich, welches die Motivation der Kinder sich Wissen anzueignen und Erfahrungen zu machen anregt. Ideale Orte für Kinder sind multifunktional und veränderbar.

Grosse Innenräume begünstigen es, den Bedürfnissen nach Spiel, Bewegung, Kreativität und Rückzug gerecht zu werden.

Im Aussenraum eigenen sich besonders naturnahe Erlebniswelten, welche zum Spielen und Experimentieren einladen und Sinneserfahrungen ermöglichen.

Ort: im sozialen Nahraum

Im Alter von etwa fünf Jahren können sich Kinder bereits etwas unabhängig von einer engmaschigen Betreuung durch Eltern und andere nahe Bezugspersonen bewegen und für sich selbst und ihr Handeln kurzfristig Verantwortung übernehmen. Kürzere Wegstrecken können sie allein zurücklegen, wenn diese vertraut und überschaubar sind. Im Lauf ihrer Entwicklung erweitern Kinder ihren Aktionsradius und entdecken Neues in ihrer Umgebung. Das Quartier und der Weg vom Wohnort zur Schule sind der wichtigste Teil ihrer Lebenswelt. OAK funktioniert nur dann, wenn sie dort stattfindet, wo sich Kinder in der Freizeit aufhalten oder wo sie sich selbstständig hinbegeben können.

Zeit: momentorientiert

Je jünger Kinder sind, desto mehr leben sie im Hier und Jetzt. Das Zeiterleben ist je nach dem noch bruchstückhaft und Zeitverläufe sind schwierig zu überblicken. Darum sind auch Planungen anders anzugehen als bei Jugendlichen oder Erwachsenen. Deshalb legt die OAK den Fokus auf möglichst zeitnahes Umsetzen von Ideen. Sie plant kleine, überschaubare Schritte.

Lernfelder: Förderung der Sozial- und Selbstkompetenz

Es ist die Neugier, die das Kind auf seinem Weg des Entdeckens und Lernens lenkt. Dazu benötigen Kinder ein Umfeld, das ihre Motivation, Erfahrungen zu machen und Wissen zu erlangen, anregt. Dazu stellt die Offene Arbeit mit Kindern vielfältige Lernfelder zur Verfügung, welche die Sozial-, Selbst- und Sachkompetenzen fördern. Kinder im Alter ab fünf Jahren bekommen zunehmend ein klareres Bild von sich. Sie verinnerlichen Normen und Werte und lernen wahrzunehmen, dass andere Personen andere Bedürfnisse oder Interessen haben und anders denken als sie selbst. Die Reflexion mit Erwachsenen und Gleichaltrigen hilft ihnen zunehmend Graustufen, Widersprüchlichkeiten und Ambivalenzen zu erkennen und Kompromisse einzugehen.

Für diese Entwicklung benötigen Kinder Erfahrungen mit anderen Menschen, gleichaltrigen, älteren und jüngeren. Das selbständige Knüpfen von Freundschaften ist eine wichtige Entwicklungsaufgabe im Schulalter, wie auch das sich Einordnen in die eigene Gruppe, das Entwickeln von sozialen Kompetenzen und die emotionale Selbstregulation im Zusammensein mit anderen Menschen. Die OAK bietet einen geschützten Rahmen, in welchem sich die Kinder in einem Klima des Respekts und der Fairness ausprobieren und entwickeln können.

Personal: ausgebildete Fachpersonen mit professionellem Verständnis

Die Mitarbeiter*innen in der OAK sind im sozialen Bereich ausgebildete Fachpersonen. Je nach Angebot und Alter der Kinder sollten passende Personalressourcen festgelegt werden. Die Fachpersonen verfügen über ein Bewusstsein dafür, dass Kinder je jünger sie sind desto mehr auf den Schutz und die Begleitung von Erwachsenen angewiesen sind. Daher braucht es qualifizierte Mitarbeiter*innen, welche die Prozesse der Kinder beobachten, wenn nötig lenken und individuell begleiten. Die professionelle Beziehungsarbeit ist grundlegend für die OAK.

Eltern und Bezugspersonen: Kontakt und Freiraum

Aus rechtlicher Sicht ist es zentral, dass der Kontakt zu den Eltern und zu weiteren Bezugspersonen gewährleistet ist, weil Kinder bis zum einem individuell unterschiedlichen Alter weder urteilsfähig noch handlungsfähig sind.

Eltern dürfen davon ausgehen, dass sie bei Notfällen informiert werden. Daher ist es unumgänglich, dass die Fachpersonen der OKJA über die Telefonnummern der Erziehungsberichtigten der am Angebot teilnehmenden Kinder verfügen.

Bei allen Angeboten sollten die Eltern oder Bezugspersonen der Kinder darauf hingewiesen werden, dass die Haftung im Allgemeinen und die Unfallversicherung spezifisch bei den Erziehungsberechtigten liegt. Dennoch kann die OKJA-Fachperson haftbar gemacht werden, sofern eine Verletzung der Sorgfaltspflicht vorliegt.

Ebenso ist darauf zu achten, dass in Angeboten der OAK der von den Eltern unabhängige Freiraum von den Kindern entstehen und selbstverantwortlich sowie selbstständig genutzt werden kann.

Diese gilt es je nach Alter eines Kindes, seiner Persönlichkeit und den familiären Gepflogenheiten abzuwägen.

Schnittstellen, Vernetzung und Abgrenzung[edit | edit source]

Im Leben der Kinder nehmen die Schule und das Zuhause eine zentrale Rolle ein. Kinder werden vermehrt in ausserfamiliären Kontexten betreut. In diesem Umfeld ist es für die OAK wichtig, sich einerseits klar zu positionieren und anderseits mit anderen Akteur*innen gezielt zu vernetzen.

Schule und andere ausserschulische Angebote

Das wichtigste Merkmal der OAK im Unterschied zu den gängigen Betreuungsangeboten ist die Freiwilligkeit. Die Schule ist obligatorisch und die schulergänzenden Angebote sind, sobald in Anspruch genommen, verpflichtend. Das Mitmachen in einem Jugendverband, einem Sport-, Musik- oder einem anderem Verein ist zwar freiwillig, aber mit der Anmeldung hat die Teilnahme ebenfalls verpflichtenden Charakter.

Demgegenüber ist der Besuch eines offenen Angebots freiwillig. Das Kind bestimmt in Absprache mit seinen Bezugspersonen selbst, wann und wie lang es dieses nutzen möchte. Es ist wichtig, diese Freiwilligkeit auch gegenüber den Eltern und Bezugspersonen klar zu kommunizieren. Ein offenes Angebot ist kein Betreuungsangebot.

Die verschiedenen Akteur*innen sind Partner*innen, denn sie arbeiten alle mit der Zielgruppe Kinder. Durch die unterschiedlichen Ziele und Arbeitsweisen ergänzen sich ihre Tätigkeiten gegenseitig. Die OAK steht im Austausch auf Augenhöhe mit Schule, schulergänzender Betreuung und anderen Akteur*innen aus dem Bildungs- und Freizeitbereich.

Quartier

Da Kinder in der Regel einen grossen Teil ihrer Freizeit in ihrem Wohnquartier verbringen, ist für die OAK die Vernetzung im Quartier wichtig. Durch die Zusammenarbeit mit den Akteur*innen im Quartier kann sie einerseits Anliegen von Kindern unkompliziert weitergeben und andererseits die lokal vorhandenen Ressourcen mitnutzen. Durch eine gute Vernetzung im Sozialraum der Kinder werden die Mitarbeiter*innen der OAK auch frühzeitig auf anstehende Veränderungsprozesse aufmerksam. Damit steigt die Möglichkeit die Anliegen der Kinder einzubringen und sich gemeinsam mit anderen Akteur*innen für ein kinderfreundliches Quartier einzusetzen.

Offene Jugendarbeit

Der Übergang vom Kindes- zum Jugendalter ist fliessend. Ein regelmässiger Austausch zwischen und gegebenenfalls gemeinsame Tätigkeiten der OAK und der Offenen Jugendarbeit erleichtern den Kindern diesen Übergang. Hier gilt es geeignete Lösungen zu finden.

Weiterführende Literatur[edit | edit source]

Autor*innen und Herausgeber[edit | edit source]

Philipp Gisler, Leiter Kindertreff SPE Guthirt, Zug

Nicole Bruderer, Abteilungsleiterin Offene Arbeit mit Kindern, Kinder Jugend Familie Stadt St. Gallen

Andrea Semle, Leiterin Offene Kinder- und Jugendarbeit Stäfa

Eva Gerig, Mitarbeiterin Offene Kinder- und Jugendarbeit Stäfa

Sabine Brunner, Psychologische Dienstleistungen, Marie Meierhofer Institut für das Kind, Zürich


Redaktion: Marcus Casutt und Noëmi Wertenschlag, DOJ

Herausgeber: Dachverband Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz (DOJ), Pavillonweg 3, 3012 Bern, www.doj.ch